Erziehung zur Pünktlichkeit ...
... funktioniert auch schonmal von heute auf morgen.
Die Standpauke muss nur vom Richtigen kommen scheinbar. Gestern gab es mal wieder eine Moralpredigt des Senior Directors persönlich. Erst kam das gerne genutzte Argument, dass die Eltern doch so viel Geld dafür bezahlen, dann der Appell, dass sie an einer der fünf besten Unis/Hochschulen für Journalismus in Indien gelandet sind und schließlich sind sie nach Leistung ausgesucht worden. Die sollen sie auch jetzt gefälligst bringen und sich beweisen.
Da die Tour aber schon ein bisschen ausgelutscht zu sein scheint, hat der Gute noch drei draufgesetzt.
Erstens müssten sie sich doch zu Tode schämen, wenn sie ihren Großeltern unter die Augen treten würden, da die schließlich für die Unabhängigkeit des Landes gekämpft hätten und sie ihre Freiheit jetzt so schamlos ausnutzen.
Zweitens würde sowas in keinem anderen Land der Welt geduldet werden, da bräuchten sie nur mich fragen. In Deutschland wäre das undenkbar. Überhaupt ist Deutschland sowieso nur so schnell wieder auf die Beine gekommen, weil alle Deutschen diszipliniert sind (da wären wir wieder bei Verallgemeinerungen und Klisches, aber das ist ein anderes Thema ;-)).
Drittens mussten alle, die in den letzten beiden Vorlesungen nicht da waren aufstehen und mussten einzeln erklären, warum sie nicht da waren. Die passende Antwort samt einer sanften Backpfeife gab es natürlich postwendend.
Heute saßen alle brav fünf Minuten vor Vorlesungsbeginn im Raum, mucksmäuschenstill. Als der Senior Director den Raum betrat sprangen alle auf und am Ende kam von allen ein ehrfürchtiges "Thank you, Sir!". Ja, so schnell kann das gehen.
Friday, July 21, 2006
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1 comment:
Das Zu-Spät-kommen in Deutschland undenkbar ist, kann ihm dann ja eigentlich nur Achim gesteckt haben, oder...;)
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