Indische Behörden in Deutschland ...
es war einmal der 23. Juni.
Mareike und ich machten sich fröhlich auf den Weg nach Hamburg.
(Eigentlich eher weniger fröhlich, denn Mareike hatte mich überredet den Zug um 7.28 Uhr zu nehmen!)
Im Gepäck: Reisepass, Antrag fürs Visum, Passbilder, Bestätigung aus Manipal sowie einen Wisch von Frau Grünewald.
Frohen Mutes liefen wir in der Botschaft auf.
Geplante Unsicherheit: Müssen wir bis 16 Uhr warten, oder hat die Ankündigung von Frau Grünewald den Vorteil, dass wir unser Visum gleich direkt bekommen?
Kurzes Aufkeimen von Hoffnung: Wir sollten direkt dort warten.
Nach einer Stunde: Betretene Miene des Schalterbeamten.
Er kann uns nur ein 6-monatiges Visum geben.
Neue Regelung. Seit "einer Woche kann man sagen!"
Lange Gesichter bei uns.
Vorschlag von ihm: Kommen Sie doch einen Tag vor Ihrem Flug wieder, dann reicht das Visum bis zum Rückflugdatum.
Kurzes Schweigen, dann leichte Panik.
Denn mein Plan war es nicht erst Montag Nachmittag nach Hause zu fahren, sondern spätestens Samstag.
Laut des Schalterbeamten könnte ich völlig problemlos ein Visum in Frankfurt beantragen.
Ich sollte aber nochmal nachfragen.
In Frankfurt steht das Telefon aber scheinbar nur zum Spaß.
Nach einer Woche dachte mein Papa, pack ich das für das Kind mal an.
Gesagt getan, natürlich auch jemanden erreicht.
Nach zwei Telefonaten mit eher unfreundlichen Damen gab es ein Gespräch mit dem Botschafter.
In den folgenden Tagen glühte die Leitungen zwischen Düsseldorf, Elsenfeld, Bremen, Frankfurt und Hamburg.
Ergebnis: Frankfurt ist nicht zuständig, also kein Visum, Hamburg bockt auch rum, pamige Menschen an beiden Enden der Telefonleitungen.
Ergebnis der Telefonierere: Ich bin heute zur Botschaft gedüst mit der Sicherheit ein Visum zu kriegen, das ich in Indien verlängern muss.
Aber, es geht hier um indische Behörden, also kam alles ganz anders!
Ich maschier fröhlich drauflos, entdecke einen fremden Menschen am Schalter und Hoffnung keimt in mir auf:
Ohne ein Wort zu viel alles auf den Tisch gelegt, schüchterne Nachfrage, wie lange das Visum gültig ist und dann das Wunder:
Bis März!
Ganze Aufregung umsonst, aber gar nicht schlimm.
Jetzt heißt es nur noch Mareike die Daumen drücken, dass sie genau so viel Glück hat.
Saturday, July 08, 2006
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